Die Betriebliche Altersversorgung bAV ist ein guter Weg um ein höheres Versorgungsniveau im Alter zu erreichen.

Aufgrund der schrumpfenden Leistungen aus der Gesetzlichen Rentenversicherung ist eine zusätzliche kapitalgedeckte Altersversorgung sinnvoll und notwendig.

Durch betriebliche Altersvorsorge kann ein Unternehmen die Versorgungslücke im Alter minimieren und und seine Mitarbeiter dauerhaft an sich binden.

Die Absicherung Ihrer Mitarbeiter ist eine Investition in die Zukunft Ihres Unternehmens.

Wir sind Mitglied im Arbeitskreis „Betriebliche Altersversorgung“ des BDVM

Betriebliche Versorgungswerke sind ein nachhaltiger Baustein einer guten Unternehmens- und Personalpolitik: Attraktiv gestaltete Modelle helfen, Mitarbeiter zu gewinnen, sie zu motivieren und langfristig zu binden. Wir sind Ihr Partner in allen Bereichen der betrieblichen und privaten Altersversorgung. Wir beraten Sie immer mit Blick auf den langfristigen Nutzen für Ihr Unternehmen. Als BDVM Versicherungsmakler agieren wir unabhängig von Versicherern und Banken.

Profitieren Sie von unserer Erfahrung, unserem Know-How und unserem Service.

Wir setzen uns täglich mit dem Thema „Altersversorgung“ im gesamten Versicherungsmarkt auseinander, um Ihnen die bestmögliche Beratung bieten zu können.

Betriebsrentenstärkungsgesetz 2018-2022 (BRSG)

Seit Jahren steht fest: Die gesetzliche Rente reicht nicht! Die betriebliche Altersvorsorge muss neu ausgerichtet und ausgebaut werden, um die drohende Versorgungslücke im Alter zu füllen.
Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf den demographischen Wandel. Wir werden immer älter, d. h. die Phase des Rentenbezugs wird immer länger. Gleichzeitig geht die Geburtenrate zurück. Folglich zahlen immer weniger Arbeitnehmer in die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ein. Daher
funktioniert der sog. „Generationenvertrag“ nicht mehr. Haben früher drei Einzahler die Rente eines Rentners finanziert, finanzieren heute diese drei Einzahler bereits zwei Rentner.
Das Ergebnis: Die gesetzlich Rente wird immer geringer und die Versorgungslücke der Bürger damit immer größer. Wer im Rentenalter seinen gewohnten Lebensstandard halten will, muss zusätzlich vorsorgen – und das möglichst frühzeitig!

Die Politik hat jetzt erneut reagiert und will die Altersvorsorge in Deutschland durch eine wesentliche Neuausrichtung stärken. Insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen soll der Verbreitungsgrad durch ergänzende Förderungen erhöht werden und die Attraktivität der betrieblichen Altersversorgung gestärkt werden. Durch Änderungen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht soll verstärkt bei Beschäftigten mit geringem Einkommen der Anreiz zur Eigenvorsorge verbessert werden.

Mit Wirkung zum 01.01.2018 tritt das sogenannte Betriebsrentenstärkungsgesetz mit folgenden Verbesserungen in Kraft

Erhöhung des steuerfreien Dotierungsrahmens

Der steuerfreie Höchstbeitrag wird von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze auf 8 % angehoben. Dafür entfällt der bisher mögliche Aufstockungsbeitrag von 1.800 € jährlich.
ABER: Der Höchstbeitrag für sozialversicherungsfreie Beiträge bleibt bei 4 %! Alles an Beitrag, was über den 4 % liegt, wird bei den Sozialabgaben doppelt veranlagt. Einmal während der Einzahlung und einmal während der Auszahlung (in Form einer Einmalzahlung oder als Abzug der Rentenzahlung).
Diese Regelung ist also nach wie vor insbesondere für privat krankenversicherte Personen interessant, da es für diese nicht zu einer Doppelung der Krankenversicherungsbeiträge kommt. Eine Entgeltumwandlung oberhalb von 4% der Beitragsbemessungsgrenze im gleichen Durchführungsweg ist daher nach wie vor grundsätzlich nur interessant für privat krankenversicherte Personen, da hier die nachgelagerten Verbeitragung mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen entfällt. In den übrigen Fällen empfiehlt sich, wie bisher auch, eine Kombination der Durchführungswege Direktversicherung und Unterstützungskasse, wodurch eine zweifache Ausschöpfung des steuer- und sozialversicherungsfreien Höchstbetrags von 4% (2018: 260 Euro monatlich) der Beitragsbemessungsgrenze möglich ist.

Freibetrag für die Anrechnung auf die Grundsicherung im Alter

bAV-Rentenleistungen werden in einem bestimmten Umfang von der Anrechnung auf Grundleistungen
freigestellt. Der monatliche Freibetrag beträgt 100 €. Eine übersteigende Rente wird bis zu einer definierten Obergrenze (i. d. Reg. wohl Regelbedarfsstufe 1) mit 30 % berücksichtigt. Maximal können hier bis zu 208 € (Stand 2018) zusätzlich zur Grundsicherung bezogen werden.

Ein Beispiel: Die Rente beträgt 300 €, der Freibetrag liegt dann bei 162,40 € (100 € + 30 % von 200 €) und es werden nur 137,60 € auf die Grundsicherung angerechnet (bisher volle Anrechnung).

Zuschusspflicht für Arbeitgeber bei Entgeltumwandlungen

Ein Arbeitgeber, der durch eine Entgeltumwandlung selbst Sozialversicherungsbeiträge spart, muss bei
Neuverträgen ab dem 01.01.2019 mindestens 15 % des umgewandelten Entgelts als Zuschuss in den Vertrag einzahlen. Dieser Arbeitgeberzuschuss muss für bereits bestehende Verträge ab dem Jahr 2022 geleistet werden. Bestehende Zuschussregelungen sollten unbedingt überprüft werden, da diese in der Regel den Anforderungen an den Pflichtzuschuss nicht standhalten

Sozialpartnermodell

Ab 2018 können die Tarifvertragsparteien vereinbaren, dass sie den „sechsten Durchführungsweg” anbieten möchten. Dieser „sechste Durchführungsweg” zeichnet sich durch verschiedene besondere Merkmale aus. So haftet der Arbeitgeber dort lediglich für die Zahlung der Beiträge und nicht dafür, dass am Ende eine adäquate Leistung dafür gezahlt wird. Es ist sogar verboten, dass für den Leistungsfall eine bestimmte Rente garantiert wird. Es darf lediglich eine „Zielrente” in Aussicht gestellt werden. Erste Produkte für diesen Durchführungsweg werden ab Mitte 2018 erwartet.

bAV-Förderbetrag für Arbeitgeber für ab 2018 neu zugesagte Arbeitgeberleistungen

Der Staat bietet eine neue Steuerentlastung für Arbeitgeber (30 % bAV Förderung auf minimal 240 €, maximal 480 € Arbeitgeberbeitrag) speziell zum Aufbau einer arbeitgeberfinanzierten bAV für Mitarbeiter mit einem Gehalt von monatlich bis zu 2.200 €. Bei Beschäftigten, die über der Gehaltsgrenze verdienen, findet diese Regelung keine Anwendung. Die Verrechnung erfolgt direkt mit der Lohnsteuer.

Riester in der bAV

Die Vorteile der Riesterförderung und der bAV wurden in der Vergangenheit selten kombiniert, da es in diesem Fall zu einer doppelten Belastung mit Sozialabgaben kam. Diese Doppelverbeitragung wurde nun abgeschafft. Zukünftig wird ein bAV-Riestervertrag im Rentenbezug wie eine normale Riesterrente behandelt. Übrigens, im Rahmen des BRSG wurde auch die Grundförderung des Riestervertrags auf 175 € erhöht.

Durchführungswege der Betrieblichen Altersversorgung

Eine für Arbeitnehmer gut geeignete Variante der zusätzlichen Vorsorge ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Sie bietet sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern viele Vorteile. Durchführungswege zur bAV sind die Pensionskasse, der Pensionsfonds, die Unterstützungskassen, die Direktzusagen und die Direktversicherung. Die Direktversicherung ist im Mittelstand und Handwerk am weitesten verbreitet und bietet hier viele Vorteile.

Was ist eine Direktversicherung?

Bei einer Direktversicherung handelt es sich im Prinzip um eine normale Rentenversicherung. Dabei ist der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer und der Mitarbeiter ist die versicherte und bezugsberechtigte Person. Man unterscheidet zwei Finanzierungsarten: Arbeitnehmer- oder arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung.

Arbeitnehmerfinanzierte Direktversicherung

Der Arbeitgeber erteilt eine Versorgungszusage und trifft mit dem Mitarbeiter eine Entgeltumwandlungsvereinbarung.
Der Arbeitgeber schließt daraufhin eine Direktversicherung ab. Er kann dies bei seinem bevorzugten Versicherungsunternehmen tun, oder er überlässt dem Mitarbeiter die Wahl der Gesellschaft. Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer und führt die Beiträge ab, daher spricht man von Entgeltumwandlung. Versicherte Person ist der jeweilige Arbeitnehmer, bei dem von Beginn an das Bezugsrecht liegt. Die Beiträge werden aus dem Bruttoentgelt des Arbeitnehmers abgeführt. Für den Arbeitgeber entstehen keine zusätzlichen Kosten – es können sogar Sozialversicherungsbeiträge und Steuern eingespart werden!

Arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung

Bei einer arbeitgeberfinanzierten Direktversicherung bestimmen Sie, ob und wie viel Sie in eine
betriebliche Altersvorsorge für Ihre Mitarbeiter einzahlen wollen. Die eingezahlten Beiträge
sind Betriebsausgaben und reduzieren somit die Steuerlast Ihres Unternehmens.
Auch Mischformen sind möglich. Sie können sich als Arbeitgeber an der betrieblichen Altersvorsorge
beteiligen, indem Sie einen Zuschuss in die Direktversicherung des Mitarbeiters fließen lassen.

Welche zusätzlichen Versicherungen sind zu empfehlen?

Unsere Informationsbroschüren zum Download

Folgende Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Wie müssen wir den gesetzlichen Anspruch auf den 15%igen AG-Zuschuss zur bAV ab 01.01.2019 rechtssicher umsetzen? Wie muss unser Betriebliches Versorgungswerk künftig aussehen?
  • Wie können wir die Fördermittel zur bAV für Geringverdiener nach § 100 EStG sinnvoll nutzen?
  • Welche Versorgung sollen unsere Topmitarbeiter erhalten?
  • Welche Versorgung ist für mich als Geschäftsführer oder für meine mitarbeitenden Familienangehörigen möglich?
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